Lebensraum Triesting

5000 Bäume und Sträucher für unsere Zukunft

Ökologischer Hochwasserschutz: Dutzende pflanzten ihren eigenen Baum

Der Hochwasserschutz hat der Landschaft rund um die Triesting ein „neues Gesicht“ verliehen. Für die Errichtung des Schutzbaus im Rückhaltebecken Fahrafeld in den Jahren 2020 bis 2022 wurde ein Abschnitt der Triesting in ein neues Flussbett übersiedelt. Großes Augenmerk galt dabei der ökologischen Begleitplanung, um die Lebenswelten von Pflanzen und Tieren zu schützen. So entstand die Möglichkeit, den ursprünglichen Charakter der Triesting mit Kiesbänken und einem Wechsel von Flach- und Steilufern wiederherzustellen.

Baumpflanzung Fahrafeld 2022
„Dem Zusammenhalt von Bevölkerung, Entscheidungsträgern und Gemeinden im Tal ist es zu verdanken, dass einer der größten Hochwasser-Schutzbauten im Land errichtet werden konnte“, lobten LHStv Stephan Pernkopf (re) und Bundesminister Norbert Totschnig (2. v. re.) in Fahrafeld. Gemeinsam mit LEADER Regions-Obm. LAbg.Bgm. Josef Balber (li.), Triesting Wasserverbands-Obm. Bgm. Andreas Ramharter (2. v. li) sowie Groß und Klein wurden hunderte Bäume an der Triesting gepflanzt. Foto: Gregor Nesvadba

Wichtige Biodiversität für Naturlebensraum

Das Jahrhundertbauwerk, das dem Schutz von 35.000 Menschen im Tal vor Hochwasserkatastrophen dient, eröffnete damit eine einzigartige Zukunftschance. Am 21. Oktober 2022 luden Triesting Wasserverband und LEADER Region Triestingtal alle ein, bei der Aktion „Setz auch du deinen Baum“ zur Komplettierung des Hochwasserschutzbeckens Fahrafeld beizutragen. Dutzende Menschen aus dem Tal – von den Volksschülern bis zu den Senioren – sind unter fachlicher Anleitung diesem Aufruf gefolgt. Hunderte Bäume an der Triesting sind so Teil einer ganz persönlichen Geschichte geworden. Für viele Menschen war es die erste große Pflanze ihres Lebens, die sie eingepflanzt haben. „Insgesamt sind nun 5.000 Bäume und Sträucher Teil des ökologischen Gleichgewichts in diesem neuen Lebensraum an der Triesting. Sie ermöglichen die so wichtige Biodiversität in der Natur des Rückhaltebeckens“, freut sich Triesting Wasserverbands-Obmann Bgm. Andreas Ramharter über das bleibende Resultat der Aktion.

Groß & Klein lassen Erle, Weide und Linde wachsen

Bäume und Sträucher mit einer Höhe von 1 bis 1,5 Meter, aber auch Setzlinge, die im ursprünglichen Flussabschnitt heimisch waren, wurden in das neue Bett der Triesting verpflanzt. Viele verschiedene Arten – darunter Erle, Pappel, Weide, Esche, Ulme, Eiche, Berg-Ahorn, Linde, Kirsche wurden für die Gesamtfläche von 33.000 m2 ausgewählt. Haben sie dauerhaft Wurzeln geschlagen, ist der neue Mikrokosmos an der Triesting komplett.

Baumpflanzung Fahrafeld 2022 (Foto: Gregor Nesvadba)
Baumpflanzung in Fahrafeld. (Foto: Gregor Nesvadba)
Baumpflanzung Fahrafeld 2022
Baumpflanzung Fahrafeld 2022 (Foto: Christian Husar)
Baumpflanzung in Fahrafeld. (Foto: Christian Husar)

Denn mit den in Fahrafeld angesiedelten Pflanzen ist die natürliche Beschattung des Gewässers ebenso sichergestellt wie die naturverbundene Gestaltung der Aktivzone im Freizeitbereich am Westrand des Areals mit Liegewiese, Festplatz und Aktivzone für 1.000 Ideen.

Ein Teil der Fläche im Becken wird als Wiese und Weide genutzt, einen weiteren Teil bildet die sogenannte Naturzone. Dort werden auch künftig keine Eingriffe erfolgen und es wird sich rund um den neuen Quellbach ein ökologisch hochwertiger Lebensraum ausbilden. Tiere finden wieder ihre Heimat und die Menschen Naherholung im Natur-Lebensraum. Mit Sorgfalt und Achtsamkeit wird der Triesting Wasserverband – gemeinsam mit der Bevölkerung – auch in Zukunft alles dafür tun, den Lebensraum Triesting intakt zu halten.

Baumpflanzung Fahrafeld 2022
Naturzone „Neuer Quellbach“ von oben, Foto: Dronemedia