Löschwasserteich

Hier tanken Löschhubschrauber auf

Hochwasserschutz trifft Brandvorsorge im Rückhaltebecken Fahrafeld

Was haben Hochwasserschutz und Brandbekämpfung miteinander zu tun? Beides braucht die bestmögliche Infrastruktur für die Einsatzkräfte! Im Jahr der Fertigstellung des Hochwasser-Rückhaltebeckens wurde in Fahrafeld noch ein zweites Großprojekt für den Katastrophenschutz umgesetzt.

Brand Hirschwang 2021
Waldbrände wie jener im Raxgebiet 2021 sind auch im Triestingtal möglich. Mit dem hubschrauber-tauglichen Löschwasserteich beim Rückhaltebecken Fahrafeld wird die Brandbekämpfung aus der Luft möglich gemacht. Foto: FF Enzesfeld

Der Triesting Wasserverband konnte 2022 die Errichtung eines hubschrauber-tauglichen Löschwasserteiches am westlichen Ende des Rückhaltebeckens realisieren.

Der Start für dieses Bauprojekt stand auch unter dem Eindruck einer historischen Brandkatastrophe. Ende Oktober 2021 war nahe Hirschwang an der Rax ein Waldbrand ausgebrochen, bei dem auch viele heimische Feuerwehrleute wochenlang im Einsatz standen. Das Großfeuer führte vielen vor Augen, dass das Triestingtal mit seinen großen Beständen an trockenen Schwarzkiefernwäldern vor derartigen Großfeuern derzeit nicht ausreichend geschützt ist.

Triestingtaler Schwarzkiefernwälder – wirkungsvoll vor Feuer schützen

Löschwasser am Boden – also mit Fahrzeugen oder Schlauchsystemen – in entlegene Waldgebiete des Triestingtals zu bringen, scheint nahezu aussichtslos. Die Bekämpfung des Feuers aus der Luft mit Löschhubschraubern oder Flugzeugen ist hingegen eine wirksame Schutzmaßnahme. Diese kann der Löschwasserteich beim Hochwasserschutz-Rückhaltebecken in Fahrafeld gewährleisten. Der Standort in Fahrafeld ist für Löschhubschrauber gut erreichbar und daher strategisch günstig für die Waldbrandbekämpfung im Triestingtal.

Aufgrund der immer häufigeren Klimaextreme mit kräftigen Gewittern sowie lang andauernden Trockenheitsphasen ist die Waldbrandgefahr im Triestingtal im Steigen begriffen. Mit der bereits erfolgten Einrichtung einer Feuerwehr-Sonderdienstgruppe Waldbrand, der damit verbundenen Stationierung eines Spezial-Löschfahrzeugs bei der FF Enzesfeld und der nunmehrigen Errichtung des großen Löschwasserteichs in Fahrafeld werden wichtige Vorsorgemaßnahmen getroffen, um für mögliche Waldbrandereignisse besser gerüstet zu sein.

Vorbereitung Waldbrandbekämpfung
Vorbereitung auf Waldbrandbekämpfung im Tal: Zug SÜD der NÖ Waldbrandgruppe Bez. Baden mit OBI Michael Hebesberger (2. v. re), Abschnittsfeuerwehr-Kdt BR Dipl.-HLFL-Ing. Rudolf Hafellner (rechts) mit DI Stefan Fischer vom Triesting Wasserwasseverband (3. v. re). Foto: Christian Husar

Fahrafelder Löschwasser – für Waldbrandbekämpfung aus der Luft

Der Löschwasserteich in Fahrafeld ist so angelegt, dass dort Hubschrauber des Innenministeriums und des österreichischen Bundesheeres, die 2021 auch beim Waldbrand nahe der Rax im Einsatz waren, Wasser aufnehmen können. Der Teich ist 4,50 Meter tief und hält einen Wasservorrat von 1.600 m³ bereit.

Das Löschwasser-Reservoir wird grundsätzlich über einen eigens angelegten Brunnen gespeist. Ersatzweise ist auch die Befüllung über die Triestingtaler Wasserleitung möglich.

Löschwasserteich
Löschwasserteich Foto: Dronemedia